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Black Jack Regeln: So läuft eine Runde am Online-Tisch ab
Beim Blackjack spielen Sie gegen den Dealer und versuchen, näher an 21 zu kommen als er, ohne 21 zu überschreiten – Zahlenkarten zählen ihren Wert, Bube, Dame und König zählen 10, ein Ass zählt 11 oder 1. Sie können eine Karte ziehen, stehen, verdoppeln oder teilen, der Dealer zieht nach festen Regeln bis mindestens 17, und ein Blackjack zahlt bei den Standardregeln 3:2.

- Ziel des Spiels
- Kartenwerte
- Eine Runde Schritt für Schritt
- Ihre Spielzüge: Karte ziehen, Stehen, Verdoppeln, Teilen, Aufgeben, Versicherung
- Regeln für den Dealer
- Auszahlungen beim Blackjack
- Europäisch oder amerikanisch: die verdeckte Karte
- Regelvarianten und ihre Wirkung auf den Hausvorteil
01Ziel des Spiels
Beim Blackjack spielen Sie nur gegen den Dealer – die Person oder Software, die die Karten austeilt. Die anderen Spieler am Tisch sind nicht Ihre Gegner.
Ihr Ziel: Ihre Hand ist näher an 21 als die Hand des Dealers. Ihre Hand darf dabei nicht über 21 liegen.
Sie haben 19, der Dealer hat 17. Ihre Hand ist näher an 21, also gewinnen Sie die Runde.
Kommt Ihre Hand über 21, haben Sie sich überkauft (sich überkaufen = über 21 kommen, englisch „Bust“). Dann verlieren Sie Ihren Einsatz sofort – auch wenn sich der Dealer danach ebenfalls überkauft.
Ein Ass und eine Karte mit Wert 10 als erste zwei Karten heißen Blackjack. Das ist die höchste Hand im Spiel.
02Kartenwerte
Jede Karte hat einen festen Wert. Die Farbe der Karte (Herz, Karo, Pik, Kreuz) spielt keine Rolle.
| Karte | Wert |
|---|---|
| 2 bis 10 | Der Zahlenwert der Karte |
| Bube (J), Dame (Q), König (K) | 10 |
| Ass (A) | 11 – außer die Hand würde sich damit überkaufen, dann zählt das Ass 1 |
Zählt ein Ass als 11, spricht man von einer weichen Hand. Mit der nächsten Karte können Sie sich nicht überkaufen, weil das Ass dann als 1 zählt.
Das ist eine weiche 17. Das Ass zählt hier als 11.
Eine harte Hand hat kein Ass oder ein Ass, das nur noch als 1 zählen kann. Das ist eine harte 16.
Hier zählt das Ass als 1, sonst würde sich die Hand überkaufen. Das ist eine harte 17.
03Eine Runde Schritt für Schritt
Online läuft jede Runde in derselben Reihenfolge ab.
Die Karten kommen aus dem Schlitten (der Kartenschlitten, aus dem ausgeteilt wird). Online ist der Schlitten virtuell.
- Sie setzen Ihren Einsatz.
- Sie bekommen zwei offene Karten.
- Der Dealer bekommt eine offene Karte – die offene Karte des Dealers. Beim amerikanischen Spiel bekommt er dazu eine verdeckte Karte, die Sie nicht sehen.
- Zeigt der Dealer ein Ass, wird Ihnen die Versicherung angeboten – eine Zusatzwette, die weiter unten erklärt ist.
- Beim amerikanischen Spiel prüft der Dealer bei einem Ass oder einer 10 als offener Karte, ob er Blackjack hat. Hat er Blackjack, endet die Runde sofort. Am europäischen Tisch gibt es diese Prüfung nicht, der Dealer zieht seine zweite Karte erst nach Ihnen.
- Sie treffen Ihre Spielzüge, bis Sie stehen oder sich überkaufen.
- Der Dealer deckt seine verdeckte Karte auf (am europäischen Tisch: zieht seine zweite Karte) und zieht dann nach festen Regeln weitere Karten.
- Die Hände werden verglichen. Die Einsätze werden ausgezahlt oder eingezogen.
Hier haben Sie 17, der Dealer zeigt eine 9. Jetzt entscheiden Sie, welchen Zug Sie machen.
Eine ausführliche Erklärung mit Bildern finden Sie unter Wie funktioniert Blackjack?
04Ihre Spielzüge: Karte ziehen, Stehen, Verdoppeln, Teilen, Aufgeben, Versicherung
In jeder Runde haben Sie dieselben Spielzüge zur Auswahl. Nicht jeder Tisch erlaubt jeden Zug.
| Zug | Was passiert | Wann erlaubt |
|---|---|---|
| Karte ziehen (Hit) | Sie bekommen eine weitere Karte. | So oft Sie wollen, bis Sie stehen oder sich überkaufen. |
| Stehen (Stand) | Sie ziehen keine Karte mehr. Ihre Hand bleibt, wie sie ist. | Jederzeit. |
| Verdoppeln (Double Down) | Sie verdoppeln Ihren Einsatz und bekommen genau eine weitere Karte. | In der Regel nur mit den ersten zwei Karten. Laut Spielregeln mancher Tische nur bei 10 und 11. |
| Teilen / Splitten (Split) | Ein Paar wird zu zwei Händen. Für die zweite Hand setzen Sie den gleichen Einsatz noch einmal. | Nur mit zwei Karten gleichen Werts. Wie viele Hände möglich sind, steht in den Spielregeln. |
| Aufgeben (Surrender) | Sie geben die Hand auf und bekommen die Hälfte Ihres Einsatzes zurück. | Nur mit den ersten zwei Karten und nur an Tischen, die es anbieten. |
| Versicherung (Insurance) | Eine Zusatzwette bis zur Hälfte Ihres Einsatzes. Sie zahlt 2:1, wenn der Dealer Blackjack hat. | Nur wenn der Dealer ein Ass zeigt. |
Ein Paar besteht aus zwei Karten mit gleichem Wert, zum Beispiel 8 und 8 oder 10 und König.
| 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | A |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| P | P | P | P | P | P | P | P | P | P |
Die Basisstrategie nennt für jede Hand den rechnerisch besten Zug. Bei den US-Standardregeln (6 Decks, Dealer zieht auf Soft 17, Dealer prüft auf Blackjack) teilen Sie zwei Achten gegen jede offene Karte des Dealers, von 2 bis Ass.
Der Hausvorteil ist der Anteil jedes Einsatzes, den das Casino im Durchschnitt behält. Mit Basisstrategie liegt er bei den Standardregeln bei etwa 0,62 %.
Der Hausvorteil der Versicherung liegt bei etwa 7,4 %. Das ist deutlich mehr als beim Grundspiel.
Am europäischen Tisch ohne verdeckte Karte weichen einige Züge ab, zum Beispiel zwei Achten gegen 10 und Ass. Alle Züge zeigen die Seiten Blackjack-Strategie und Blackjack-Tabelle.
05Regeln für den Dealer
Der Dealer trifft keine eigenen Entscheidungen. Er folgt festen Regeln, die für jede Runde gleich sind.
- Bei 16 oder weniger zieht der Dealer eine Karte.
- Bei harter 17 oder mehr steht der Dealer.
- Bei weicher 17 hängt es vom Tisch ab: „Dealer zieht auf Soft 17“ oder „Dealer steht auf Soft 17“.
- Der Dealer verdoppelt nie, teilt nie und gibt nie auf.
Das ist eine weiche 17 (Soft 17). Zieht der Dealer hier noch eine Karte, steigt der Hausvorteil um etwa 0,21 Prozentpunkte.
Der Dealer hat 16 und muss ziehen. Er bekommt eine 9 und überkauft sich, also gewinnen alle Spieler, die sich nicht überkauft haben.
Unten die offene Karte des Dealers; über jedem Balken, wie oft der Dealer über 21 kommt (6 Decks, Dealer zieht auf Soft 17, vor der Prüfung auf Blackjack).
Das Diagramm zeigt, wie oft sich der Dealer je nach offener Karte überkauft. Mit einer 6 sind es etwa 43,9 %, mit einem Ass etwa 13,9 %.
06Auszahlungen beim Blackjack
Die Auszahlung hängt davon ab, wie Ihre Hand endet. Die Tabelle zeigt ein Beispiel mit 10 € Einsatz.
| Ergebnis | Auszahlung | Bei 10 € Einsatz |
|---|---|---|
| Sie gewinnen | 1:1 | Sie bekommen 10 € Gewinn und Ihren Einsatz zurück. |
| Blackjack | 3:2 | Sie bekommen 15 € Gewinn und Ihren Einsatz zurück. |
| Blackjack an einem 6:5-Tisch | 6:5 | Sie bekommen 12 € Gewinn und Ihren Einsatz zurück. |
| Unentschieden (Push) | Einsatz zurück | Sie bekommen Ihre 10 € zurück. |
| Sie verlieren | Einsatz verloren | Ihre 10 € sind weg. |
| Versicherung, Dealer hat Blackjack | 2:1 | 5 € Versicherung bringen 10 € Gewinn. |
Ein Blackjack schlägt eine 21 aus drei oder mehr Karten. Haben Sie und der Dealer beide Blackjack, endet die Runde unentschieden (Push).
Mit 3:2 liegt der Hausvorteil bei etwa 0,62 %. Zahlt der Tisch für einen Blackjack nur 6:5, steigt er auf etwa 1,98 %.
Wenn Sie spielen: Prüfen Sie zuerst, ob Blackjack 3:2 zahlt. Das steht auf dem Tisch oder in den Spielregeln, zum Beispiel „Blackjack pays 3 to 2“.
07Europäisch oder amerikanisch: die verdeckte Karte
Es gibt zwei Varianten: mit verdeckter Karte (amerikanisch) und ohne (europäisch). Welche Ihr Tisch spielt, steht in den Spielregeln.
| Regel | Amerikanisch | Europäisch |
|---|---|---|
| Zweite Karte des Dealers | Kommt sofort, verdeckt | Kommt erst, wenn alle Spieler fertig sind |
| Prüfung auf Blackjack | Bei Ass oder 10 prüft der Dealer sofort | Keine Prüfung vor Ihren Zügen |
| Dealer hat Blackjack | Sie verlieren nur Ihren ersten Einsatz | Je nach Spielregeln verlieren Sie auch die Einsätze aus Verdoppeln und Teilen |
Der Dealer hat Blackjack. Am europäischen Tisch erfahren Sie das erst nach Ihren Zügen.
Ein europäisches Spiel ohne verdeckte Karte mit 6 Decks, bei dem der Dealer auf Soft 17 steht und Verdoppeln nach dem Teilen erlaubt ist, hat einen Hausvorteil von etwa 0,52 %.
Die Basisstrategie am europäischen Tisch ist an einigen Stellen anders. Nutzen Sie die Tabelle, die zu den Regeln Ihres Tisches passt.
Die Tabellen für beide Varianten finden Sie unter Blackjack-Tabelle.
08Regelvarianten und ihre Wirkung auf den Hausvorteil
Jeder Online-Tisch hat seine eigenen Regeln. Schon eine Regel ändert den Hausvorteil.
Ausgangspunkt sind die Standardregeln: 6 Decks, Dealer zieht auf Soft 17, Verdoppeln nach dem Teilen erlaubt, kein Aufgeben, Dealer prüft auf Blackjack, Blackjack zahlt 3:2. Alle Werte gelten mit Basisstrategie.
| Regel | Hausvorteil | Änderung zu den Standardregeln |
|---|---|---|
| Standardregeln | 0,62 % | – |
| Dealer steht auf Soft 17 | 0,40 % | etwa 0,21 Prozentpunkte weniger |
| Blackjack zahlt 6:5 | 1,98 % | etwa 1,36 Prozentpunkte mehr |
| Blackjack zahlt 1:1 | 2,88 % | deutlich mehr |
| Spätes Aufgeben erlaubt (nach der Prüfung auf Blackjack) | 0,53 % | etwa 0,09 Prozentpunkte weniger |
| Kein Verdoppeln nach dem Teilen | – | etwa 0,14 Prozentpunkte mehr |
| Verdoppeln nur bei 10 und 11 | – | etwa 0,20 Prozentpunkte mehr |
| 1 Deck | 0,04 % | weniger |
| 8 Decks, Dealer steht auf Soft 17 | 0,43 % | – |
| Europäisch ohne verdeckte Karte, 6 Decks, Dealer steht auf Soft 17 | 0,52 % | – |
Regeln eines Online-Spiels finden
Die Regeln stehen in der Regel direkt im Spiel. So finden Sie sie:
- Lesen Sie den Aufdruck auf dem Tisch: Auszahlung für Blackjack und Regel für Soft 17.
- Öffnen Sie die Hilfe oder die Spielinfo im Spiel (meist ein „i“ oder „?“).
- Prüfen Sie die Anzahl der Decks.
- Prüfen Sie, ob Aufgeben und Verdoppeln nach dem Teilen erlaubt sind.
- Prüfen Sie, ob der Dealer eine verdeckte Karte bekommt.
Online-Casinospiele sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlich geregelt. Hilfe und Informationen finden Sie unter Verantwortungsvolles Spielen.
Die Basisstrategie senkt den Hausvorteil, sie hebt ihn nicht auf. Wenn Sie spielen, legen Sie vorher fest, wie viel Sie höchstens einsetzen.
Häufige Fragen
Bis wann muss der Dealer beim Blackjack ziehen?
Der Dealer zieht bei 16 oder weniger eine Karte und steht bei harter 17 oder mehr. Bei weicher 17 hängt es vom Tisch ab.
Was bedeutet Soft 17 beim Blackjack?
Soft 17 ist eine Hand mit einem Ass, das als 11 zählt, und insgesamt 17, zum Beispiel Ass und 6. Zieht der Dealer auf Soft 17, steigt der Hausvorteil um etwa 0,21 Prozentpunkte.
Was zahlt ein Blackjack?
Bei den Standardregeln zahlt ein Blackjack 3:2, bei 10 € Einsatz also 15 €. An Tischen mit 6:5 steigt der Hausvorteil auf etwa 1,98 %.
Schlägt ein Blackjack eine 21?
Ja. Ein Blackjack aus den ersten zwei Karten schlägt jede 21 aus drei oder mehr Karten. Haben Sie und der Dealer beide Blackjack, endet die Runde unentschieden (Push).
Darf man nach dem Teilen verdoppeln?
Das hängt vom Tisch ab und steht in den Spielregeln. Ist es nicht erlaubt, steigt der Hausvorteil um etwa 0,14 Prozentpunkte.
Kann man online Karten zählen?
Beim Kartenzählen merkt man sich, welche Karten schon gespielt wurden. Online-Spiele, die von Software ausgeteilt werden, mischen die Karten meist in jeder Runde neu. Mehr dazu unter Karten zählen.
Woher die Zahlen kommen
Jede Zahl auf dieser Seite berechnet unser Blackjack-Programm exakt für die genannten Regeln, mit perfekter Basisstrategie. Wenn keine Regel genannt ist, gilt: 6 Decks, Dealer zieht auf Soft 17, Verdoppeln nach Split erlaubt, kein Surrender, Dealer prüft auf Blackjack, Blackjack zahlt 3:2.