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European Blackjack – Regeln und Strategie ohne verdeckte Karte
European Blackjack ist Blackjack ohne verdeckte Karte des Dealers. Der Dealer bekommt zuerst nur eine offene Karte. Seine zweite Karte zieht er erst, wenn alle Spieler fertig sind. Hat er dann Blackjack, verlieren Sie am europäischen Tisch auf dieser Website alle Einsätze, auch die aus Verdoppeln und Teilen. Der Hausvorteil liegt dort bei 0,52 %, und einige Züge der Basisstrategie ändern sich.
- Was europäisches Blackjack ist
- Blackjack des Dealers: was mit Verdoppeln und Teilen passiert
- Die Regeln des europäischen Tisches auf dieser Website
- So ändert sich die Basisstrategie
- Amerikanisch oder europäisch: die Unterschiede auf einen Blick
- Versicherung am europäischen Tisch
- Europäisches Blackjack üben
01Was europäisches Blackjack ist
Europäisches Blackjack (auch „Black Jack“ geschrieben) folgt denselben Grundregeln wie jedes Blackjack. Der Unterschied liegt in den Karten des Dealers zu Beginn der Runde.
Am amerikanischen Tisch bekommt der Dealer zwei Karten: eine offene Karte und eine verdeckte Karte (englisch „Hole Card“). Am europäischen Tisch bekommt er zuerst nur die offene Karte.
- Sie setzen Ihren Einsatz.
- Sie bekommen zwei offene Karten aus dem Schlitten – dem Kasten, aus dem die Karten ausgeteilt werden.
- Der Dealer bekommt eine Karte. Das ist die offene Karte des Dealers.
- Sie spielen Ihre Hand: Karte ziehen (eine weitere Karte nehmen), Stehen (keine Karte mehr nehmen), Verdoppeln (den Einsatz verdoppeln und genau eine Karte bekommen) oder Teilen (ein Paar, also zwei Karten mit gleichem Wert, in zwei Hände aufteilen).
- Wenn alle Spieler fertig sind, zieht der Dealer seine zweite Karte.
- Der Dealer zieht weitere Karten, bis er 17 oder mehr hat.
- Die Hände werden verglichen und ausbezahlt.
Während Sie spielen, hat der Dealer nur eine Karte:
Erst am Ende zieht der Dealer seine zweite Karte:
02Blackjack des Dealers: was mit Verdoppeln und Teilen passiert
- US-Tisch: Der Dealer prüft bei einer 10 oder einem Ass sofort, ob er Blackjack hat. Hat er Blackjack, endet die Runde, bevor Sie verdoppeln oder teilen können.
- Europäischer Tisch: Es gibt diese Prüfung nicht. Sie verdoppeln oder teilen zuerst, danach zieht der Dealer seine zweite Karte.
Ein Beispiel mit 10 € Einsatz. Sie haben zwei Asse, der Dealer zeigt eine 10:
Nach der Basisstrategie teilen Sie zwei Asse auch am europäischen Tisch gegen eine 10. Ihr Einsatz ist jetzt 20 €. Dann zieht der Dealer ein Ass:
Der Dealer hat Blackjack. Am europäischen Tisch auf dieser Website verlieren Sie die ganzen 20 €.
| Tisch | Was passiert | Ihr Verlust |
|---|---|---|
| US-Tisch | Der Dealer prüft vorher auf Blackjack. Die Runde endet, bevor Sie teilen. | 10 € |
| Europäischer Tisch (diese Website) | Sie teilen. Danach bekommt der Dealer Blackjack. | 20 € |
Manche europäischen Spiele geben die Zusatzeinsätze aus Verdoppeln und Teilen zurück, dann verlieren Sie nur den ersten Einsatz. Welche Variante gilt, steht in den Regeln des jeweiligen Spiels.
Lesen Sie vor dem Spiel die Regeln des Tisches. Dort steht, ob Sie bei einem Blackjack des Dealers die Zusatzeinsätze zurückbekommen.
03Die Regeln des europäischen Tisches auf dieser Website
Der europäische Tisch auf dieser Website spielt mit diesen Regeln:
- 6 Decks im Schlitten.
- Der Dealer bleibt auf einer weichen 17 stehen (englisch „Soft 17“), also auf 17 mit einem Ass, das als 11 zählt. Mehr dazu unter Soft 17.
- Verdoppeln nach dem Teilen ist erlaubt.
- Blackjack zahlt 3:2.
- Kein Aufgeben (englisch „Surrender“).
- Keine verdeckte Karte: Der Dealer zieht seine zweite Karte am Ende der Runde.
Der Hausvorteil ist der Teil jedes Einsatzes, den das Casino im Durchschnitt behält. Die Werte gelten, wenn Sie nach der Basisstrategie spielen – der festen Tabelle mit dem besten Zug für jede Hand.
| Tisch | Regeln | Hausvorteil |
|---|---|---|
| Europäisch (ohne verdeckte Karte) | 6 Decks, Dealer bleibt auf Soft 17 stehen, Verdoppeln nach Teilen | 0,52 % |
| US, gleiche Regeln | 6 Decks, Dealer bleibt auf Soft 17 stehen, Verdoppeln nach Teilen, Dealer prüft auf Blackjack | 0,40 % |
| US-Standard | 6 Decks, Dealer zieht auf Soft 17, Verdoppeln nach Teilen, Dealer prüft auf Blackjack | 0,62 % |
Am europäischen Tisch ist der Hausvorteil höher als am US-Tisch mit gleichen Regeln. Der Grund: Sie können Zusatzeinsätze an einen Blackjack des Dealers verlieren.
Die Basisstrategie senkt den Hausvorteil. Sie entfernt ihn nicht.
04So ändert sich die Basisstrategie
Am europäischen Tisch ändern sich nur wenige Züge. Die Werte gelten für 6 Decks, Dealer bleibt auf Soft 17 stehen, Verdoppeln nach Teilen erlaubt.
Eine harte Hand ist eine Hand ohne Ass, das als 11 zählt.
| Ihre Hand | Dealer zeigt | US-Tisch (Dealer prüft auf Blackjack) | Europäischer Tisch |
|---|---|---|---|
| harte 11 | 10 | Verdoppeln | Karte ziehen |
| harte 11 | Ass | Karte ziehen (Verdoppeln, wenn der Dealer auf Soft 17 zieht) | Karte ziehen |
| Paar Achten | 10 | Teilen | Karte ziehen |
| Paar Achten | Ass | Teilen | Karte ziehen |
| Paar Asse | Ass | Teilen | Karte ziehen |
Alle anderen Züge sind gleich wie am US-Tisch mit denselben Regeln.
Warum sich diese Züge ändern
Zeigt der Dealer eine 10 oder ein Ass, kann er noch Blackjack bekommen. Dann verlieren Sie auch den Zusatzeinsatz. Deshalb lohnt sich der Zusatzeinsatz in den Fällen aus der Tabelle nicht; zwei Asse gegen eine 10 teilen Sie trotzdem.
Harte 11 gegen eine 10: Sie verdoppeln nicht. Sie ziehen eine Karte.
Paar Achten gegen eine 10: Sie teilen nicht. Sie ziehen eine Karte.
Paar Asse gegen ein Ass: Sie teilen nicht. Sie ziehen eine Karte.
Die vollständige Tabelle für diese Regeln finden Sie unter Blackjack-Tabelle. Sie öffnet sich mit den europäischen Regeln.
Europäische Tische haben nicht alle dieselben Regeln. Prüfen Sie die Regeln Ihres Tisches und stellen Sie die Tabelle passend ein.
05Amerikanisch oder europäisch: die Unterschiede auf einen Blick
Die Tabelle vergleicht beide Tische mit 6 Decks. Der Dealer bleibt auf Soft 17 stehen, Verdoppeln nach Teilen ist erlaubt.
| Punkt | US-Tisch | Europäischer Tisch |
|---|---|---|
| Karten des Dealers zu Beginn | Zwei: eine offen, eine verdeckt | Eine offene Karte |
| Prüfung auf Blackjack | Sofort, wenn der Dealer eine 10 oder ein Ass zeigt | Keine; die zweite Karte kommt am Ende |
| Blackjack des Dealers nach Verdoppeln oder Teilen | Nicht möglich, die Runde endet vorher | Sie verlieren alle Einsätze (auf dieser Website) |
| Basisstrategie | Verdoppeln mit harter 11 gegen 10, Teilen von zwei Achten gegen 10 und Ass, Teilen von zwei Assen gegen Ass | In diesen Fällen Karte ziehen |
| Versicherung | Wenn der Dealer ein Ass zeigt | Wenn der Dealer ein Ass zeigt |
| Hausvorteil | 0,40 % | 0,52 % |
06Versicherung am europäischen Tisch
Die Versicherung ist eine Zusatzwette auf einen Blackjack des Dealers. Sie wird auch am europäischen Tisch angeboten, wenn der Dealer ein Ass zeigt.
- Sie setzen bis zur Hälfte Ihres Einsatzes.
- Zieht der Dealer eine Karte mit Wert 10 und hat Blackjack, zahlt die Versicherung 2:1.
- Zieht er eine andere Karte, verlieren Sie die Versicherung.
Bei 6 Decks ist die zweite Karte des Dealers nur in etwa 30,9 % der Fälle eine Karte mit Wert 10. Der Hausvorteil der Versicherung liegt bei 7,4 %, genau wie am US-Tisch.
Mehr dazu lesen Sie unter Blackjack-Versicherung.
Die Basisstrategie nimmt die Versicherung nicht: Ihr Hausvorteil ist viel höher als der des Hauptspiels.
07Europäisches Blackjack üben
Auf dieser Website können Sie die europäischen Regeln kostenlos ausprobieren:
- Blackjack-Simulator: spielt die europäischen Regeln, nur mit Spielchips.
- Blackjack-Trainer: Sie üben die Züge der Basisstrategie.
- Blackjack-Tabelle: die Strategietabelle für die europäischen Regeln.
Online-Casinospiele sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlich geregelt. Hilfe und Hinweise finden Sie unter Verantwortungsvolles Spielen.
Häufige Fragen
Was ist European Blackjack?
European Blackjack ist Blackjack ohne verdeckte Karte des Dealers. Der Dealer bekommt zuerst nur eine offene Karte und zieht seine zweite Karte erst, wenn alle Spieler fertig sind.
Was ist der Unterschied zwischen amerikanischem und europäischem Blackjack?
Am US-Tisch prüft der Dealer vor Ihrem Zug, ob er Blackjack hat. Am europäischen Tisch kommt seine zweite Karte erst am Ende, und Sie können dann auch Zusatzeinsätze aus Verdoppeln und Teilen verlieren.
Wie hoch ist der Hausvorteil beim europäischen Blackjack?
Am europäischen Tisch dieser Website mit 6 Decks, Dealer bleibt auf Soft 17 stehen und Verdoppeln nach Teilen liegt er bei 0,52 %. Am US-Tisch mit gleichen Regeln liegt er bei 0,40 %.
Gilt beim europäischen Blackjack dieselbe Strategie?
Fast. Mit harter 11 verdoppeln Sie gegen eine 10 nicht, zwei Achten teilen Sie gegen 10 und Ass nicht und zwei Asse gegen ein Ass nicht – Sie ziehen jeweils eine Karte. Alle anderen Züge sind gleich wie am US-Tisch mit denselben Regeln.
Verliere ich beim Blackjack des Dealers auch den verdoppelten Einsatz?
Am europäischen Tisch dieser Website ja, Sie verlieren alle Einsätze auf dem Tisch. Manche Spiele geben die Zusatzeinsätze zurück; das steht in den Regeln des jeweiligen Spiels.
Gibt es beim europäischen Blackjack eine Versicherung?
Ja. Die Versicherung wird angeboten, wenn der Dealer ein Ass zeigt. Ihr Hausvorteil liegt bei 7,4 %, genau wie am US-Tisch.
Woher die Zahlen kommen
Jede Zahl auf dieser Seite berechnet unser Blackjack-Programm exakt für die genannten Regeln, mit perfekter Basisstrategie. Wenn keine Regel genannt ist, gilt: 6 Decks, Dealer zieht auf Soft 17, Verdoppeln nach dem Teilen erlaubt, kein Aufgeben (Surrender), Dealer prüft auf Blackjack, Blackjack zahlt 3:2. Angaben zu ganzen Sitzungen (Schwankung, Chance, im Plus zu liegen) sind eine Näherung.