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Black Jack Strategie – die Basisstrategie Schritt für Schritt

Die wichtigste Black Jack Strategie ist die Basisstrategie: Sie nennt für jede Hand den Zug – Karte ziehen, Stehen, Verdoppeln oder Teilen – mit dem besten durchschnittlichen Ergebnis. Mit ihr verlieren Sie bei Standardregeln im Schnitt etwa 0,62 % jedes Einsatzes, das ist der Hausvorteil; die Basisstrategie macht ihn klein, hebt ihn aber nicht auf.

01Was ist die Basisstrategie?

Die Basisstrategie ist ein fester Plan für jede Blackjack-Hand. Sie hängt nur von Ihren Karten und von der offenen Karte des Dealers ab – der Karte, die der Dealer sichtbar vor sich liegen hat.

Für jede solche Kombination nennt die Basisstrategie genau einen Zug. Es gibt fünf mögliche Züge:

  • Karte ziehen – Sie bekommen eine weitere Karte.
  • Stehen – Sie nehmen keine Karte mehr. Danach spielt der Dealer seine Hand.
  • Verdoppeln – Sie verdoppeln Ihren Einsatz und bekommen genau eine weitere Karte.
  • Teilen (Splitten) – Sie machen aus einem Paar zwei Hände. Für die zweite Hand setzen Sie denselben Betrag noch einmal.
  • Aufgeben (englisch Surrender) – Sie geben die Hand auf und bekommen die Hälfte Ihres Einsatzes zurück. Ob das erlaubt ist, steht in den Spielregeln des Tisches.

Jeder Zug in der Basisstrategie ist der Zug mit dem besten durchschnittlichen Ergebnis für diese Hand. Wenn Sie die Grundregeln noch nicht kennen, lesen Sie zuerst die Blackjack-Regeln oder Wie funktioniert Blackjack?

02So lesen Sie die Strategietabelle

Die Strategietabelle hat eine Zeile für jede Hand und eine Spalte für jede offene Karte des Dealers, von 2 bis Ass. Wo sich Zeile und Spalte treffen, steht Ihr Zug.

  1. Zählen Sie Ihre Hand zusammen.
  2. Prüfen Sie: Haben Sie eine harte Hand, eine weiche Hand oder ein Paar?
  3. Suchen Sie die passende Zeile.
  4. Gehen Sie in die Spalte mit der offenen Karte des Dealers.
  5. Spielen Sie den Zug aus diesem Feld.
Hart 13 – der Zug laut Tabelle gegen jede offene Karte des Dealers (6 Decks, Dealer zieht auf Soft 17)
2345678910A
SSSSSHHHHH

Diese Zeile zeigt harte 13: Stehen gegen 2–6, Karte ziehen gegen 7 bis Ass.

Alle Zeilen auf dieser Seite gelten für die US-Standardregeln:

  • 6 Decks
  • Der Dealer zieht auf weicher 17.
  • Verdoppeln nach dem Teilen ist erlaubt.
  • Kein Aufgeben.
  • Der Dealer prüft auf Blackjack.

Es gibt zwei Varianten: mit verdeckter Karte (amerikanisch) und ohne (europäisch). Die verdeckte Karte ist die zweite Karte des Dealers, die zunächst mit dem Bild nach unten liegt.

Welche Variante Ihr Tisch spielt, steht in den Spielregeln. Die Tabelle für Ihre Regeln finden Sie unter Blackjack-Tabelle.

Tipp von Victoria

Wenn Sie spielen: Halten Sie die Tabelle für die Regeln Ihres Tisches bereit. Mit der Zeit kennen Sie die Züge auswendig.

03Harte Hände: 12 bis 16 richtig spielen

Eine harte Hand hat kein Ass oder ein Ass, das nur als 1 zählen kann. Beispiel: 10 und 6 sind harte 16.

Hart 12 – der Zug laut Tabelle gegen jede offene Karte des Dealers (6 Decks, Dealer zieht auf Soft 17)
2345678910A
HHSSSHHHHH

Harte 12 bei den US-Standardregeln: Karte ziehen gegen 2 und 3, Stehen gegen 4–6, Karte ziehen gegen 7 bis Ass.

Hart 16 – der Zug laut Tabelle gegen jede offene Karte des Dealers (6 Decks, Dealer zieht auf Soft 17)
2345678910A
SSSSSHHHHH

Harte 16: Stehen gegen 2–6, Karte ziehen gegen 7 bis Ass. Dasselbe gilt für harte 13, 14 und 15.

Der Grund ist die offene Karte des Dealers. Mit 2 bis 6 überkauft sich der Dealer oft – er kommt über 21 und verliert.

Mit einer 6 überkauft sich der Dealer in 43,9 % der Fälle, mit einer 10 nur in 21,2 % der Fälle.

Bei harter 16 gegen 10 verlieren beide Züge im Schnitt. Karte ziehen verliert etwas weniger:

Zug bei 16 gegen 10Durchschnittliches Ergebnis pro Einsatz
Karte ziehen−0,535
Stehen−0,540
  • Harte 5 bis 8: immer eine Karte ziehen.
  • Harte 10: Verdoppeln gegen 2–9, Karte ziehen gegen 10 und Ass.
  • Harte 11: Verdoppeln gegen 2 bis Ass.
  • Harte 17 bis 19: immer stehen.

Wenn Verdoppeln nicht erlaubt ist, ziehen Sie bei harter 10 und 11 eine Karte.

04Weiche Hände: das Ass als 11

Eine weiche Hand enthält ein Ass, das als 11 zählt. Das Ass zählt als 11, solange die Hand damit nicht über 21 kommt; sonst zählt es als 1.

Ass und 7 sind weiche 18. Die Basisstrategie spielt diese Hand bei den US-Standardregeln je nach offener Karte des Dealers unterschiedlich:

Weich 18 (A,7) – der Zug laut Tabelle gegen jede offene Karte des Dealers (6 Decks, Dealer zieht auf Soft 17)
2345678910A
DsDsDsDsDsSSHHH
  • Gegen 2–6: Verdoppeln. Wenn Verdoppeln nicht erlaubt ist: Stehen.
  • Gegen 7 und 8: Stehen.
  • Gegen 9, 10 und Ass: Karte ziehen.

Die übrigen weichen Hände bei den US-Standardregeln:

HandZug
A,2 und A,3Verdoppeln gegen 5–6, sonst Karte ziehen
A,4 und A,5Verdoppeln gegen 4–6, sonst Karte ziehen
A,6Verdoppeln gegen 3–6, sonst Karte ziehen
A,8Verdoppeln gegen 6, sonst Stehen
A,9immer Stehen

Wenn Verdoppeln nicht erlaubt ist, ziehen Sie bei A,2 bis A,6 eine Karte und stehen bei A,8.

05Paare: wann Sie teilen

Ein Paar besteht aus zwei Karten mit gleichem Wert, zum Beispiel 10 und König. Wenn Sie es teilen, spielen Sie zwei Hände.

Paar 8,8 – der Zug laut Tabelle gegen jede offene Karte des Dealers (6 Decks, Dealer zieht auf Soft 17)
2345678910A
PPPPPPPPPP

Zwei Achten teilen Sie bei den US-Standardregeln gegen jede offene Karte des Dealers. Ungeteilt sind die beiden Karten harte 16.

Paar 10,10 – der Zug laut Tabelle gegen jede offene Karte des Dealers (6 Decks, Dealer zieht auf Soft 17)
2345678910A
SSSSSSSSSS

Zwei Zehnerkarten teilen Sie bei diesen Regeln nie. Sie haben 20 und stehen immer.

Die Zahlen zeigen den Unterschied (durchschnittliches Ergebnis pro erstem Einsatz):

HandZug der BasisstrategieAnderer Zug
Zwei Achten gegen 10Teilen: −0,475Karte ziehen: −0,535
Zwei Zehnerkarten gegen 6Stehen: +0,677Teilen: +0,457
  • Zwei Asse: bei den US-Standardregeln teilen gegen 2 bis Ass.
  • Zwei Fünfen: nie teilen. Verdoppeln gegen 2–9, Karte ziehen gegen 10 und Ass.
  • Zwei Neunen: teilen gegen 2–6 und 8–9, stehen gegen 7, 10 und Ass.
  • Zwei Zweien, zwei Dreien und zwei Siebenen: teilen gegen 2–7, sonst Karte ziehen.

06Häufige Fehler beim Blackjack

Jeder der folgenden Züge erhöht den Hausvorteil. Die Züge der Basisstrategie gelten für die US-Standardregeln.

  • Die Versicherung nehmen. Zeigt der Dealer ein Ass, bietet der Tisch eine Versicherung an – eine Nebenwette, die die Hälfte Ihres ursprünglichen Einsatzes kostet. Sie zahlt 2:1, wenn der Dealer Blackjack hat. Die verdeckte Karte ist aber nur in 30,9 % der Fälle eine Zehnerkarte. Der Hausvorteil bei dieser Wette liegt bei 7,4 %.
  • Bei 12 gegen 2 stehen. Hier ziehen Sie eine Karte. Stehen ist erst gegen 4–6 der richtige Zug.
  • Die Regel „Nie auf 16 stehen“. Diese Regel ist falsch. Gegen 2–6 stehen Sie auf harter 16.
  • Zwei Zehnerkarten teilen. Sie geben eine 20 auf. Die Basisstrategie steht immer.
  • 11 nicht verdoppeln. Gegen eine 6 bringt Verdoppeln im Schnitt +0,674 pro erstem Einsatz, Karte ziehen nur +0,337.

Für diese Hand sagt die Basisstrategie bei den US-Standardregeln: Karte ziehen.

Tipp von Victoria

Lehnen Sie die Versicherung auch dann ab, wenn Sie selbst Blackjack haben. „Even Money“ ist dieselbe Wette unter einem anderen Namen.

07Blackjack-Tipps, die wirklich helfen

Kein Blackjack-Trick hebt den Hausvorteil auf. Diese Tipps machen ihn kleiner oder schützen Ihr Budget.

Auf die Auszahlung für Blackjack achten

Ein Blackjack – Ass und eine Zehnerkarte als erste zwei Karten – zahlt bei den Standardregeln 3:2. Manche Tische zahlen nur 6:5 oder 1:1.

Das Bild zeigt, was ein Blackjack bei 10 € Einsatz auszahlt:

Auszahlung für BlackjackHausvorteil mit Basisstrategie
3:20,62 %
6:51,98 %
1:12,88 %

Auf die übrigen Regeln achten

  • Der Dealer steht auf weicher 17: Hausvorteil 0,40 % statt 0,62 %.
  • Aufgeben ist erlaubt: Hausvorteil 0,53 %.
  • Kein Verdoppeln nach dem Teilen: der Hausvorteil steigt um 0,14 Prozentpunkte.

Keine Systeme und Tricks

Einsatzsysteme, zum Beispiel das Verdoppeln des Einsatzes nach jedem Verlust, ändern den Hausvorteil nicht.

Kartenzählen – das Mitzählen gespielter Karten – hilft bei digitalen Online-Spielen nicht. Die Software mischt die Karten dort in der Regel in jeder Runde neu.

Tipp von Victoria

Wenn Sie spielen: Prüfen Sie zuerst in den Spielregeln, ob Blackjack 3:2 zahlt.

08Was Sie beim Blackjack auf Dauer erwarten können

Auch mit perfekter Basisstrategie verlieren Sie auf Dauer im Schnitt Geld. Bei 10 € pro Hand sind es nach hundert Händen im Schnitt etwa 6,17 €, nach tausend Händen etwa 61,75 €.

Gespielte HändeWahrscheinlichkeit, vorne zu liegen
hundert48 %
tausend43 %

Je länger Sie spielen, desto deutlicher zeigt sich der Hausvorteil. Ein bezahlter Blackjack wie dieser kommt etwa einmal in 22 Händen:

  • Legen Sie vor dem Spiel fest, wie viel Geld Sie ausgeben.
  • Legen Sie fest, wie lange Sie spielen.
  • Hören Sie auf, wenn das Limit erreicht ist – auch wenn Sie gerade vorne liegen.

Online-Casinospiele sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlich geregelt. Hinweise und Hilfe finden Sie unter Verantwortungsvolles Spielen.

Häufige Fragen

Welche Blackjack-Strategie ist die richtige?

Die Basisstrategie. Sie nennt für jede Hand den Zug mit dem besten durchschnittlichen Ergebnis und senkt den Hausvorteil bei Standardregeln auf etwa 0,62 %.

Kann man mit der Basisstrategie dauerhaft gewinnen?

Nein. Die Basisstrategie macht den Hausvorteil kleiner, hebt ihn aber nicht auf. Auf lange Sicht verlieren Sie im Schnitt einen kleinen Teil Ihrer Einsätze.

Soll ich beim Blackjack die Versicherung nehmen?

Nach der Basisstrategie nicht. Die Versicherung kostet die Hälfte Ihres ursprünglichen Einsatzes, und ihr Hausvorteil liegt bei 7,4 % – viel höher als beim Spiel selbst.

Stehe ich auf 16 oder ziehe ich eine Karte?

Bei den US-Standardregeln stehen Sie auf harter 16 gegen 2 bis 6 und ziehen eine Karte gegen 7 bis Ass. Zwei Achten teilen Sie bei diesen Regeln gegen jede offene Karte des Dealers.

Gilt die Strategie auch für europäisches Blackjack?

Die meisten Züge sind gleich, weil sich nur die verdeckte Karte des Dealers unterscheidet. Abweichungen gibt es bei 11 gegen 10 (und gegen Ass, wenn der Dealer auf weicher 17 zieht), bei zwei Achten gegen 10 und Ass sowie bei zwei Assen gegen Ass. Die passende Tabelle für Ihre Regeln finden Sie auf der Seite Blackjack-Tabelle.

Was kostet ein Tisch mit 6:5 Auszahlung?

Mit 6:5 statt 3:2 steigt der Hausvorteil von 0,62 % auf 1,98 %. Die Auszahlung für Blackjack steht in den Spielregeln des Tisches.

Woher die Zahlen kommen

Jede Zahl auf dieser Seite berechnet unser Blackjack-Programm exakt für die genannten Regeln, mit perfekter Basisstrategie. Wenn keine Regel genannt ist, gilt: 6 Decks, Dealer zieht auf Soft 17, Verdoppeln nach Split erlaubt, kein Surrender, Dealer prüft auf Blackjack, Blackjack zahlt 3:2.