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Blackjack splitten (teilen): Regeln und Tabelle für jedes Paar

Beim Black Jack heißt Splitten (Teilen): Sie trennen zwei Karten mit gleichem Wert in zwei Hände und setzen auf die zweite Hand noch einmal denselben Betrag. Nach der Basisstrategie für die US-Standardregeln (der Dealer prüft auf Blackjack) teilen Sie Asse und Achten immer und Zehner und Fünfen nie. Bei allen anderen Paaren entscheidet die offene Karte des Dealers.

01Was bedeutet Splitten beim Blackjack?

Ein Paar besteht aus zwei Karten mit gleichem Wert, zum Beispiel zwei Achten. Mit einem Paar dürfen Sie splitten, auf Deutsch teilen.

So läuft das Teilen beim Blackjack ab:

  1. Sie wählen „Teilen“ (online steht dort oft „Split“).
  2. Die zwei Karten werden zu zwei getrennten Händen.
  3. Sie setzen auf die zweite Hand denselben Betrag wie auf die erste.
  4. Jede Hand bekommt eine zweite Karte.
  5. Sie spielen die Hände nacheinander: zuerst die erste, dann die zweite.

Aus der 16 werden zum Beispiel diese zwei Hände:

Jede Hand spielt einzeln gegen den Dealer. Eine Hand kann verlieren, während die andere gewinnt.

02Die Regeln beim Teilen

Die genauen Regeln stehen in den Spielregeln jedes Online-Tisches. Achten Sie dort auf diese Punkte:

  • Gleicher Wert: Sie teilen nur zwei Karten mit gleichem Wert. Ob Sie gemischte Zehnerkarten wie König und Zehn teilen dürfen, steht in den Spielregeln. Die Werte aller Karten finden Sie unter Kartenwerte.
  • Zusätzlicher Einsatz: Die zweite Hand kostet noch einmal Ihren ersten Einsatz.
  • Erneutes Teilen: Bekommen Sie wieder eine passende Karte, dürfen Sie an manchen Tischen noch einmal teilen, zum Beispiel bis zu 4 Hände.
  • Asse: Nach dem Teilen von Assen bekommt jedes Ass nur eine Karte. Danach ist die Hand fertig. Ob Sie Asse erneut teilen dürfen, steht in den Spielregeln.
  • Kein Blackjack nach dem Teilen: Ass und Zehn auf einer geteilten Hand zählen 21, aber nicht als Blackjack. Diese Hand wird 1:1 ausgezahlt, nicht 3:2.
  • Verdoppeln nach dem Teilen: An manchen Tischen dürfen Sie eine geteilte Hand verdoppeln. Verdoppeln heißt: Sie verdoppeln den Einsatz und bekommen genau eine weitere Karte.

Diese zwei Karten dürfen Sie nur teilen, wenn die Spielregeln gemischte Zehnerkarten erlauben:

Fehlt das Verdoppeln nach dem Teilen, steigt der Hausvorteil – der Anteil jedes Einsatzes, den das Casino im Durchschnitt behält – um 0,14 Prozentpunkte.

Tipp von Victoria

Lesen Sie vor dem ersten Spiel die Regeln des Tisches. Dort steht, wie oft Sie teilen und ob Sie danach verdoppeln dürfen.

03Wann splitten: die Tabelle für alle Paare

Die Tabelle zeigt die Basisstrategie – die mathematisch richtigen Züge für jede Hand – für jedes Paar. Sie gilt für die US-Standardregeln: 6 Decks, der Dealer nimmt bei weicher 17 (eine 17 mit einem Ass, das als 11 zählt) noch eine Karte, Verdoppeln nach dem Teilen ist erlaubt, kein Aufgeben (englisch Surrender), der Dealer prüft auf Blackjack.

Die rechte Spalte nennt den Zug je nach offener Karte des Dealers – der Karte des Dealers, die Sie sehen können.

Ihr PaarZug nach Basisstrategie
Zwei ZweienTeilen gegen 2–7, Karte ziehen gegen 8–A
Zwei DreienTeilen gegen 2–7, Karte ziehen gegen 8–A
Zwei VierenKarte ziehen gegen 2–4, Teilen gegen 5–6, Karte ziehen gegen 7–A
Zwei FünfenVerdoppeln gegen 2–9 (wenn nicht erlaubt: Karte ziehen), Karte ziehen gegen 10–A
Zwei SechsenTeilen gegen 2–6, Karte ziehen gegen 7–A
Zwei SiebenenTeilen gegen 2–7, Karte ziehen gegen 8–A
Zwei AchtenTeilen gegen 2–A
Zwei NeunenTeilen gegen 2–6, Stehen gegen 7, Teilen gegen 8–9, Stehen gegen 10–A
Zwei ZehnerStehen gegen 2–A
Zwei AsseTeilen gegen 2–A

Am meisten wechselt der Zug bei zwei Neunen. Diese Zeile sieht so aus:

Paar 9,9 – der Zug laut Tabelle gegen jede offene Karte des Dealers (US-Regeln: 6 Decks, Dealer zieht auf Soft 17, Dealer prüft auf Blackjack)
2345678910A
PPPPPSPPSS

Gegen eine 7 bleiben Sie mit 18 stehen. Gegen eine 10 oder ein Ass bleiben Sie ebenfalls stehen.

Die Tabellen für alle Hände und andere Regeln finden Sie unter Blackjack-Tabelle.

04Asse und Achten teilen (US-Regeln)

Zwei Achten ergeben eine harte 16. Eine harte Hand ist eine Hand ohne Ass, das als 11 zählt.

Paar 8,8 – der Zug laut Tabelle gegen jede offene Karte des Dealers (US-Regeln: 6 Decks, Dealer zieht auf Soft 17, Dealer prüft auf Blackjack)
2345678910A
PPPPPPPPPP

Am schwersten ist die Entscheidung gegen eine offene 10 des Dealers.

ZugErgebnis im Durchschnitt
Teilen−0,475 pro ursprünglichem Einsatz
Karte ziehen mit 16−0,535 pro Einsatz

Beide Zahlen sind negativ. Gegen eine 10 verlieren Sie mit dieser Hand im Durchschnitt, egal welchen Zug Sie wählen.

Mit dem Teilen verlieren Sie bei den US-Standardregeln weniger. Am europäischen Tisch ohne verdeckte Karte ziehen Sie mit zwei Achten gegen 10 und Ass dagegen eine Karte.

Zwei Asse

Ein Ass zählt 11, außer die Hand käme damit über 21. Dann zählt es 1, deshalb zählen zwei Asse zusammen 12.

Paar A,A – der Zug laut Tabelle gegen jede offene Karte des Dealers (US-Regeln: 6 Decks, Dealer zieht auf Soft 17, Dealer prüft auf Blackjack)
2345678910A
PPPPPPPPPP

Geteilt startet jede Hand mit einem Ass, das als 11 zählt. Jede Karte mit dem Wert 10 ergibt dann 21.

Deshalb teilen Sie Asse bei den US-Standardregeln gegen jede offene Karte des Dealers. Das gilt, obwohl jedes Ass nur eine Karte bekommt.

05Zehner und Fünfen nie teilen

Zwei Karten mit dem Wert 10 ergeben 20. Das ist eine sehr starke Hand.

Paar 10,10 – der Zug laut Tabelle gegen jede offene Karte des Dealers (US-Regeln: 6 Decks, Dealer zieht auf Soft 17, Dealer prüft auf Blackjack)
2345678910A
SSSSSSSSSS

Auch gegen eine offene 6 des Dealers ist Stehen besser als Teilen.

ZugErgebnis im Durchschnitt
Stehen+0,677 pro Einsatz
Teilen+0,457 pro ursprünglichem Einsatz

Beide Zahlen sind positiv. Mit Stehen ist das Ergebnis im Durchschnitt aber höher, obwohl beim Teilen doppelt so viel Geld auf dem Tisch liegt.

Zwei Fünfen

Zwei Fünfen ergeben 10. Sie spielen diese Hand wie eine harte 10, nicht als Paar.

Paar 5,5 – der Zug laut Tabelle gegen jede offene Karte des Dealers (US-Regeln: 6 Decks, Dealer zieht auf Soft 17, Dealer prüft auf Blackjack)
2345678910A
DDDDDDDDHH

Gegen 2–9 verdoppeln Sie, und wenn Verdoppeln nicht erlaubt ist, nehmen Sie eine Karte. Gegen 10 und Ass nehmen Sie eine Karte.

Geteilt hätten Sie zwei Hände, die nur mit einer 5 starten. Mehr zum Verdoppeln lesen Sie unter Verdoppeln beim Blackjack.

Tipp von Victoria

Zehner und Fünfen teilen Sie nach der Basisstrategie nie. Sie setzen damit mehr Geld ein und behalten im Durchschnitt weniger.

06Splitten ohne verdeckte Karte des Dealers

Es gibt Tische mit europäischen Regeln. Welche Regeln Ihr Tisch hat, steht in den Spielregeln.

Der Dealer bekommt dort zuerst nur eine Karte und keine verdeckte Karte – die zweite Karte, die im US-Spiel umgedreht vor dem Dealer liegt.

Der Dealer kann also nicht vorab auf Blackjack prüfen. Das ändert das Teilen:

  • Sie teilen, bevor der Dealer seine zweite Karte nimmt.
  • Bekommt der Dealer danach einen Blackjack, können Sie beide Einsätze verlieren, also auch den Einsatz der geteilten Hand.
  • Manche Tische geben den zusätzlichen Einsatz zurück. Das steht in den Spielregeln.
  • Deshalb ändern sich zwei Züge: Am europäischen Tisch ziehen Sie mit zwei Achten gegen 10 und Ass eine Karte, und zwei Asse teilen Sie gegen ein Ass nicht – Sie ziehen eine Karte.

Ein solches Spiel mit 6 Decks, bei dem der Dealer auf weicher 17 stehen bleibt und Verdoppeln nach dem Teilen erlaubt ist, hat einen Hausvorteil von etwa 0,52 %, wenn bei einem Blackjack des Dealers alle Einsätze verloren gehen (so rechnet unser Programm).

Tipp von Victoria

Spielen Sie an einem Tisch ohne verdeckte Karte, nutzen Sie die Tabelle für genau diese Regeln. Sie finden sie auf der Seite Blackjack-Tabelle.

Die Tabelle für europäische Regeln: Blackjack-Tabelle. Alle Grundregeln stehen unter Blackjack-Regeln.

07Kurz zusammengefasst

Diese Punkte gelten für die US-Standardregeln:

  • Asse und Achten: immer teilen.
  • Zehner: nie teilen, immer stehen bleiben.
  • Fünfen: nie teilen, wie eine harte 10 spielen.
  • Zwei Zweien, zwei Dreien, zwei Sechsen und zwei Siebenen: gegen niedrige offene Karten des Dealers teilen, gegen hohe eine Karte ziehen.
  • Zwei Vieren: nur gegen 5 und 6 teilen.
  • Zwei Neunen: teilen, außer gegen 7, 10 und Ass.
  • Am Tisch ohne verdeckte Karte: die Tabelle für diese Regeln nutzen.

Mit der ganzen Basisstrategie liegt der Hausvorteil bei den Standardregeln bei etwa 0,62 %. Die Basisstrategie senkt den Hausvorteil, sie hebt ihn nicht auf.

Üben Sie die Paare ohne Geldeinsatz im Blackjack-Simulator. Wie alle Züge zusammenpassen, zeigt die Seite Blackjack-Strategie.

Häufige Fragen

Wann sollte man beim Blackjack splitten?

Nach der Basisstrategie für die US-Standardregeln teilen Sie Asse und Achten immer. Zehner und Fünfen teilen Sie nie. Bei den anderen Paaren hängt der Zug von der offenen Karte des Dealers ab.

Darf man beim Blackjack Zehner splitten?

Ob es erlaubt ist, steht in den Spielregeln des Tisches. Die Basisstrategie sagt aber: mit zwei Zehnern immer stehen bleiben, denn 20 ist eine sehr starke Hand.

Warum soll man Asse splitten?

Zwei Asse zählen zusammen nur 12. Geteilt startet jede Hand mit einem Ass als 11, und jede Karte mit dem Wert 10 ergibt 21. Bei den US-Standardregeln teilen Sie Asse gegen jede offene Karte, am europäischen Tisch ohne verdeckte Karte nicht gegen ein Ass.

Wie oft darf man beim Blackjack teilen?

Das legt jeder Tisch in seinen Spielregeln fest. An manchen Tischen dürfen Sie bis zu 4 Hände bilden, Asse aber nur einmal teilen.

Darf man nach dem Splitten verdoppeln?

Das hängt vom Tisch ab und steht in den Spielregeln. Die Standardregeln auf dieser Seite erlauben das Verdoppeln nach dem Teilen.

Ist Ass und Zehn nach dem Teilen ein Blackjack?

Nein. Die Hand zählt 21, wird aber nur 1:1 ausgezahlt und nicht 3:2 wie ein Blackjack.

Woher die Zahlen kommen

Jede Zahl auf dieser Seite berechnet unser Blackjack-Programm exakt für die genannten Regeln, mit perfekter Basisstrategie. Wenn keine Regel genannt ist, gilt: 6 Decks, Dealer zieht auf Soft 17, Verdoppeln nach dem Teilen erlaubt, kein Aufgeben (Surrender), Dealer prüft auf Blackjack, Blackjack zahlt 3:2. Angaben zu ganzen Sitzungen (Schwankung, Chance, im Plus zu liegen) sind eine Näherung.